Unkonventionelle Erdgasvorkommen sind die Hoffnung der Industrie auf eine Verlängerung des Ölzeitalters. Schätzungen gehen von fünf mal größeren Vorkommen an unkonventionellem als konventionellem Erdgas aus – tatsächlich macht das unkonventionelles Erdgas sehr konventionell. Tatsächlich unkonventionell sind allerdings die Abbaumethoden der Industrie, um die begehrten Lagerstätten zu erschließen. Denn im Unterschied zu den bislang ausgebeuteten Gasvorkommen, befindet sich unkonventionelles Erdgas, nicht in unterirdischen Hohlräumen sondern ist im Gestein selbst eingelagert. Um es zu fördern, müssen die gaslagernden Schichten aufgebrochen werden und das Gas freigesetzt werden. Hierzu wird Wasser unter Beimengung 200 verschiedener zum Teil hochgiftiger Chemikalien unter Hochdruck in die Lagerstätten gepresst. Fracking nennt sich diese Methode, die mit steigenden Gas- und Ölpreisen zusehends rentabel wird, und Kritiker halten sie für genauso gefährlich wie sie der Beschreibung nach klingt.

Lagerstätten für unkonventionelles Erdgas finden sich nahezu überall in Mitteleuropa. In NRW beginnen nun Testbohrungen. In Niedersachsen ist man schon weiter. Der Freitag berichtet über Abbau und Proteste in Deutschland.

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