Die Einrichtungen der ‚Deutsche Bahn‘ waren lange Zeit eine der beliebtesten Anlaufstellen für Menschen mit Suzidabsichten. Nicht wegen ihres legendären und schlechten Services – der kann einen nur in den Wahnsinn treiben. Grund war vielmehr die mediale Berichterstattung über Menschen die ihrem Leben ein Ende setzten, indem sie sich vor Züge warfen. Nach Zeitungsberichten und sonstiger öffentlicher Berichterstattung zu entsprechenden Suiziden stieg die Zahl der Menschen, die sich vor fahrende Züge warfen, regelmäßig signifikant an. Schließlich vereinbarten Pressevertreter und Bahn, dass die Berichterstattung in Hinblick auf eventuelle Nachahmungstaten weit zurückhaltender erfolgen sollte. Mit dem Inkrafttreten dieser freiwilligen Selbstverpflichtung sank die Zahl der Suizide im Bahnverkehr merklich ab.

Je größer das mediale Echo auf eine Tat ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Handlung von anderen adaptiert wird. Das gilt für Suizide, das gilt für Schulmassaker, und das gilt sicherlich auch für die Taten eines Anders Breivik oder eines Mohammed Atta. Die exzessive Berichterstattung über die Taten von Wahnsinnigen kostet Menschenleben.

Dank geht an I heart Pluto für den Hinweis auf das tolle Video.

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