Die Aufräumarbeiten in Fukushima gehen weiter. Wie die japanische Regierung vor einigen Tagen bekanntgab ist Phase 1 des Plans zur Absicherung der Atomruine nun abgeschlossen. Durch die Inbetriebnahme eines neuen Kühlsystems und einer Dekontaminationsanlage konnte der noch Ende Mai befürchtete Austritt von hochverstrahltem Wasser aus der Anlage verhindert werden. Trotz der gemachten Fortschritten bei der Eindämmung der Katastrophe kann von einer Stablisierung der Lage jedoch noch keine Rede sein. Das  zumindest behauptet Greenpeace. Weiterhin tritt aus den havarierten Reaktoren Strahlung aus, die Klärung der radioaktiv verstrahlten Wassermassen bleibt problematisch und auch der Umgang der japanischen Regierung mit Informationen zu Gefahren für die Bevölkerung durch Radioaktivität ist weiterhin intransparent.

So wanderte aufgrund laxer Kontrollen von Lebensmitteln kontaminiertes Fleisch aus der Präfektur Fukushima über die Ladentheken in Tokio. Auch die Betreiberfirma TEPCO bleibt ihrem Ruf treu. Der Verbleib von gleich 198 Arbeitern, die für die Aufräumarbeiten in Fukushima herangezogen wurden, ist dem Konzern nicht bekannt. Das japanische Gesundheitsministerium hat der Betreibergesellschaft nun eine Frist bis Freitag eingeräumt, um die ‚verschollenen‘ Arbeiter ausfindig zu machen. Auch die japanische Atomaufsicht NISA interessiert sich inzwischen für den Fall. Sollte es sich herausstellen, dass die Arbeiter eingestellt wurden ohne eine vorherige Überprüfung ihrer Identität, könnte ein Verstoß gegen japanische Anti-Terrorgesetze vorliegen.

 

Greenpeace / Japan Times / Fukushima Watching / NHK World

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