Drei Jahre ist es her, da beantragte der bekennde Pastafarier Niko Alm den neuen österreichischen Führerschein im schmucken Scheckkartenformat. Als Kopfbedeckung trug er auf dem von ihm für den Ausweis ausgewählten Foto ein Nudelsieb. Für einen bekennden Pastafarier selbstverständlich, für die österreichischen Behörden leider nicht. Grundsätzlich müssen in Österreich die Abgelichteten bei der Erstellung von Fotos die für Lichtbildausweise vorgesehen sind auf Kopfbedeckungen verzichten. Es sei denn, die Kopfbeckungen wird aus religiösen Motiven getragen. Für Niko Alm war die Sache klar: Der Fall ‚es sei denn‘ lag vor.

Was folgte, war die prompte Vorladung zum Amtsarzt. Dieser erkannte zwar das Alm Religiös war, nicht jedoch, dass er für das Führen eines Kraftfahrzeugs nicht befähigt ist. Nach dreijährigem Kampf mit den Behörden ist Alm nun endlich sein Führerschein ausgehändigt worden – mit Nudelsiebfoto. Alm will sich nun für die Anerkennung des Pastafarianismus als Religion in Österreich einsetzen.

Pastafarierinnen glauben an die Existenz des Spaghettimonsters, dass vergleichbar mit dem Gottesbild im Christentum, die Welt  erschaffen hat.

Update: Das wäre ja auch zu schön gewesen. Laut Bundespolizeibehörde Wien ist das einzige Kriterium für Lichbilder in Führerscheinen, dass das ganze Gesicht erkennbar ist. Ausnahmeklauseln wie oben berichtet gibt es somit nicht. Warum die Behörden drei Jahre brauchten, um zu erkennen, dass das Gesicht von Niko Alm ganz erkennbar ist, bleibt allerdings schleierhaft.

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