…denn das der Betreibergesellschaft TEPCO nicht auch Reaktor 4 vollständig außer Kontrolle geriet, war einfach nur wahnsinniges Glück. Zwar war Reaktor 4 zum Zeitpunkt des Erdbebens aufgrund von Wartungsarbeiten nicht in Betrieb, doch die Brennelemente des Kraftwerkblocks befanden sich im Abklingbecken des Reaktorgebäudes. Nach Ausfall aller Kühlsysteme in Fukushima erhitzte sich das Abklingbecken. Das Wasser, das die Brennstäbe umgab, begann zu verdampfen und in der Folge sank der Wasserspiegel im Becken immer weiter. Am 15.03. kam es im Reaktorgebäude 4 zu einer Wasserstoffexplosion.

Wie sich jetzt herausstellte verhinderte dies eine weitaus größere Katastrophe. Denn die Explosion beschädigte Schleusentore, die das Abklingbecken von einem benachbarten Wasserbecken trennten. So konnte dringend benötigtes Wasser in den fast trocken gefallenen Pool nachfließen. Hätte die Explosion die Schleuse nicht beschädigt, wäre es mit großer Sicherheit zu einer Kernschmelze gekommen.  Abklingbecken sind aber nicht durch Sicherheitsbehälter und Containments abgesichert. Die Kernschmelze hätte unter freiem Himmel stattgefunden.

Insgesamt lagerten zum Unglückszeitpunkt  263 Tonnen an spaltbarem Material im Abklingbecken des Reaktor 4.

The Mainichi Daily Times

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