Tepco bestätigte heute das, was eigentlich schon seit Wochen bekannt ist: Nicht allein in Reaktor 1 des Kernkraftwerks ist es zu einer Kernschmelze gekommen. Auch die Brennstäbe der Reaktoren 2 und 3 schmolzen in den Tagen nach der Katastrophe. Laut TEPCO gehe von den Reaktoren derzeit jedoch keine aktute Gefahr mehr aus, da alle drei Kerne am Boden der Reaktordruckbehälter von Kühlwasser bedeckt sein sollen. Dennoch, aus den Reaktoren tritt weiterhin konstant Radioaktivität aus. Unklar bleibt auch, wo das kontaminierte Kühlwasser, das aus den Reaktoren gepumpt wird, in naher Zukunft zwischengelagert werden kann. Bereitgestellte Auffangtanks stoßen an die Grenzen ihrer Aufnahmekapazitäten.  Neue Kühlkreisläufe sollen zwischen Ende Mai und Anfang Juni installiert werden, doch bis dahin werden die provisorischen Speicher ihre Fassungsvermögen schon überschritten haben.

Die Behauptung TEPCOs, die Lage in Fukushima stabilisiere sich, muss wohl eher als Teil der PR-Strategie der Betreiberfirma gesehen werden, denn als Schlussfolgerung aus den vorliegenden Daten.
Mehr zur Lage in Fukushima auf den Seiten der taz, der Washington Post und des guardians.

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