Täglich werden Tonnen von Wasser in die Reaktoren von Fukushima gepumpt. Wegen der vorhandenen Lecks gelangt dieses stark radioaktive Wasser jedoch in die Reaktorgebäude und vermutlich auch ins Grundwasser sowie die Küstengewässer rund um das havarierte Atomkraftwerk. Die Betreibergesellschaft TEPCO versucht bislang das Problem durch Abpumpen und Zwischenlagern des kontaminierten zu bekämpfen. Mittelfristig soll ein neuer geschlossener Kühlwasserkreislauf eingesetzt werden und mit der Dekontamination des aufgefangenen Wassers begonnen werden. Während die Arbeiten am neuen Kühlsystem und der Wasseraufbereitungsanalage jedoch nur langsam voran kommen, füllen sich die Lagerstätten rasant mit Wasser. Wie Spiegel Online Montag berichtete reichen die vorhandenen Tanks nur noch für vier weitere Tage. Was danach geschehen soll ist unklar. Zu Beginn der Katastrophe leitete TEPCO das verseuchte Wasser direkt in den angrenzenden Pazifik.

Klar ist inzwischen auch, dass nicht der Tsunami die Kernschmelze in Fukushima auslöste. Das Erbeben allein reichte aus, um in Reaktor 1 den Kühlkreislauf zu zerstören und – was ich bislang nicht wusste – auch um das Abklingbecken von Reaktor 4 massiv zu beschädigen.

Arnie Gunderson von Fairewinds berichtet in seinem wöchtenlichen Videoblog mehr hierzu und nennt erforderliche Schritte für die Verbesserung der Sicherheit amerikanischer Atomkraftwerke. Da die meisten deutschen Atomkraftwerke das gleiche Design wie amerikansiche Reaktoren aufweisen, ist der Beitrag von Gunderson durchaus auf die Situation der Atomenerige in Deutschland übertragbar.

via Spiegel Online / Fairewinds

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